Ist eine Mammografie nach einer Brustimplantation noch möglich?
Häufig gestellte Fragen
Frauen mit Brustimplantaten können sich genauso wie Frauen ohne Implantate einer Mammografie oder anderen bildgebenden Verfahren unterziehen. Um eine Bezugsgröße zu erhalten ist es ratsam, eine Mammografie vor der Operation und eine weitere sechs Monate bis ein Jahr nach der Implantation durchzuführen. Mit Brustimplantaten ist allerdings die routinemäßige Mammografie etwas schwieriger, und Sie benötigen zusätzliche Aufnahmen, was mit einem höheren Zeitaufwand und einer höheren Strahlenbelastung verbunden ist. Allerdings ist der Nutzen der Mammografie zur Krebserkennung eindeutig größer als die Risiken der erhöhten Belastung durch Röntgenstrahlen. Brustimplantate können die Interpretation von Mammografiebildern erschweren, indem sie das darunter liegende Brustgewebe unsichtbar machen oder das darüber liegende Gewebe zusammendrücken. Zur angemessenen Visualisierung des Brustgewebes in der implantierten Brust sind bestimmte Verschiebungstechniken erforderlich, die jedoch in anerkannten Mammografiezentren beherrscht werden. Frauen mit Brustimplantaten müssen auf jeden Fall das Mammografie-Personal auf das Vorhandensein ihrer Implantate hinweisen, sodass unter Anwendung spezieller Verfahren die Beschädigung der Implantate vermieden werden kann und die bestmöglichen Darstellungen des Brustgewebes angefertigt werden können. Da die Brust bei der Mammografie zusammengedrückt wird, kann es sonst zum Einreißen der Implantate während der Mammografie kommen.
Auf Mammogrammen können Kalziumablagerungen irrtümlicherweise für Krebs gehalten werden. Dann sind eventuell weitere chirurgische Eingriffe erforderlich, um eine Biopsie und/oder Entfernung des Implantats vorzunehmen, damit genau festgestellt werden kann, ob es sich um Krebs handelt oder nicht.