Informationen aus Studien zur Sicherheit von Brustimplantaten
In den vergangenen Jahren gab es zahlreiche Medienberichte über Frauen mit Brustimplantaten, die an Autoimmunerkrankungen oder Brustkrebs leiden. In dieser Zeit haben viele Mediziner und Institutionen wissenschaftliche Studien zur Sicherheit von Brustimplantaten durchgeführt. Mentor bietet aktuelle Informationen zu Brustimplantatstudien an.
Institute of Medicine
Im Juni 1999 wurde vom National Academy Institute of Medicine ein Bericht veröffentlicht, der folgende Schlussfolgerung enthält: "Im Rahmen einer Gesamtbetrachtung der epidemiologischen Daten hat der Ausschuss angemerkt, dass man aufgrund der Tatsache, dass es in den USA mehr als 1,5 Millionen erwachsene Frauen aller Altersgruppen mit Silikon Brustimplantaten gibt, damit rechnen muss, dass bei einigen dieser Frauen Bindegewebserkrankungen, Krebs, neurologische Krankheiten oder andere systemische Beschwerden oder Zustände auftreten. Die Zahlen legen jedoch nahe, dass diese Krankheiten oder Zustände bei Frauen mit Implantaten nicht häufiger auftreten als bei Frauen ohne Implantate." Der vollständige Wortlaut der Publikation mit dem Titel "Information for Women About the Safety of Silicone Breast Implants A Report of a Study by the Institute of Medicine" ist online unter www.nap.edu verfügbar.
Unabhängige Untersuchungsgruppe
Die Unabhängige Untersuchungsgruppe (Independent Review Group, IRG) zu Silikon Brustimplantaten wurde in Großbritannien vom Chief Medical Officer zusammengestellt, um mögliche Gesundheitsprobleme im Zusammenhang mit Silikongel-gefüllten Brustimplantaten zu untersuchen. Die IRG-Mitglieder wurden unter dem Gesichtspunkt ihrer Unabhängigkeit, ihrer Kenntnisse und ihres Verständinisses der Problematik ausgewählt. Sie durften außerdem keine finanziellen Interessen an den erzielten Schlussfolgerungen haben.
Die von Professor Dr. med. Roger D. Sturrock, FRCP, geleitete IRG berichtete bereits 1998, dass es keinen wissenschaftlichen Nachweis eines Zusammenhangs zwischen Silikongel-gefüllten Brustimplantaten und nachgewiesenen Bindegewebserkrankungen gibt. Der vollständige Bericht ist im Internet unter www.silicone-review.gov.uk abrufbar.
European Committee on Quality Assurance
Im Juli 1998 veröffentlichte das European Committee on Quality Assurance and Medical Devices in Plastic Surgery einen Bericht, der die folgenden Schlussfolgerungen enthält: "Es gibt schlüssige wissenschaftlich-klinische, immunologische und epidemiologische Daten, die zeigen, dass mit Silikongel gefüllte Brustimplantate keinerlei Autoimmun- oder Bindegewebserkrankungen verursachen." Im Bericht heißt es außerdem: "Aktuelle Studien zeigen weiterhin, dass mit Silikongel gefüllte Implantate weder Krebs noch andere maligne Erkrankungen verursachen." Den vollständigen Bericht finden Sie im Internet unter www.worldplasticsurgery.org.